Berry Buh


Mein aktuellster Artikel auf Summoners Inn!


Sind Computerspiele einfach nur „Freizeitverschlinger“ und „Suchtmittel“ oder ein ernstzunehmendes, in den Alltag integrierbares Hobby? Was passiert, wenn Pädagogen versuchen aus League of Legends ein pädagogisch wertvolles und spaßbringes Freizeitangebot zu gestalten?

Jeder kennt sie, doch noch längst nicht jeder versteht ihre Tragweite im Alltag:

Die Rede ist natürlich von Computerspielen. Ein Thema, zu dem jeder Mensch eine eigene Meinung vertritt und viele Medien noch einmal eine ganz andere.

Während weltweit die ersten Schulen und Universitäten Computerspiele als entwicklungsfördernd betrachten und diese in den Unterricht mit einbeziehen, gibt es andernorts noch immer die leidige „Killerspieldebatte“, welche alle Jahre wieder neu aufflammt. Viele Medien und Meinungsvertreter (oder -macher) sehen es ganz klar: Es sind scharenweise Jugendliche und junge Erwachsene, wie sie emotional verkrüppelt, physisch verkümmert und mit der sozialen Kompetenz eines Kopfsalats in ihren dunklen Kämmerchen sitzen und reihenweise virtuelle Menschen auf die grausamsten Arten von ihrem Pixelleben befreien.

Was dabei oft nicht gesehen, ist genau der Punkt, welcher den Spielbegeisterten den Alltag so häufig versüßt: Die Communityanbindung, die daraus enstandenen Freundschaften, die vielfältigen Hobbies und das stetige Lernen und Verfeinern der eigenen Skills! Jedes Jahr zu den Worlds fragt man sich, wie so viele „sozial verkümmerte“ Menschen es schaffen, sich zusammen so lang friedlich und fröhlich in derart gigantische Hallen zu begeben, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Vielleicht sind Zocker doch ein friedfertiges, offenes und freundschaftliches Völkchen?

Die Offene und Mobile Jugendarbeit der Region Laufen des Jugendsozialwerks in der Schweiz hat dies ebenfalls erkannt und möchte nun die Interessen der Jugendlichen mit einer neuartigen Idee fördern!

Doch welche Idee ist das überhaupt und weshalb ausgerechnet League of Legends?

 

Die Idee wurde aus derselben Ressource geboren wie jedes gute Projekt, das im Rahmen des Grundprinzips Offene/Mobile Jugendarbeit jemals angegangen wurde: das Interesse der Jugendlichen.
Immer mehr junge Menschen begeistern sich für Computerspiele aller Art und das beschränkt sich nicht nur auf das simple Zocken!

Sie lernen zu programmieren, betreiben YouTube-Kanäle oder NewsBLOGs, basteln ihre eigenen PC-Systeme zusammen und das sind nur ein paar der Möglichkeiten. Diese Interessen sind selbstverständlich nicht zu vernachlässigen und so wurde von dem Team der Offenen Jugendarbeit Laufen das Projekt „Swiss Junior Legends“ ins Leben gerufen, welches unter anderem von Riot selbst und durch die tatkräftige Hilfe des ManaBar-Teams unterstützt wird.

Geplant ist ab dem Jahr 2017 eine halbjährliche Season mit abschließendem Turnier, in dessen Rahmen selbstredend auch Preise vergeben werden. Dazu sollen die Jugendlichen der Schweiz, speziell der Region Laufen (BL), sich bei dem Team der Offenen Jugendarbeit Laufen anmelden und möglichst eigenständig Teams bilden. Weitere Infos zur Veranstaltung können direkt erfragt werden.

Und bei dem Wort Team kommt auch gleich die Antwort: Wieso League of Legends? Vor allem aufgrund der Teamdynamik. Die Teilnehmer werden dazu angehalten, Teams zu bilden, sich im Rahmen dieser zu organisieren und als Kommunikationsschnittstelle untereinander und mit dem Veranstalter dienen Gruppenchats auf verschiedenen Plattformen.

Doch nicht nur als Wettkampf sollen die Swiss Junior Legends dienen, sondern auch als Plattform für verschiedene Aktionen wie zum Beispiel Video-Workshops, für Fragen zu Themen des Alltags und als Auffangbecken für Ideen, welche dann umgesetzt werden können.

Als erster Schritt dient dafür ein Kick-Off Turnier am 17.12.2016, an welchem es unter anderem Kinokarten, Fußballtickets und den Triumphant Ryze Skin sowie andere Giveaways von Riot zu gewinnen gibt!

Laut dem Team der Offenen Jugendarbeit Laufen besteht die „Option zum Wachstum“ – wie groß dieses Wachstum in der, was E-Sports und neue Medien angeht, noch recht jungen Schweiz wird, kann man noch nicht absehen.

 

Wenn sich jetzt junge Schweizer angesprochen fühlen:

Mehr Infos bekommt ihr direkt auf Facebook, via Mail bei maximilian.schaefer@jugendsozialwerk.ch oder bei Berry Buh, der das Event casten wird, via Twitter, Facebook oder direkt über den Kanal.